Museen im Markt Hirschaid

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In zwei Museen ist die Entwicklung Hirschaids und das Leben seiner Bewohner zu entdecken: im Museum im Schloss Sassanfahrt und im Museum Tropfhaus Sassanfahrt.

Das Museum im Schloss Sassanfahrt befindet sich zurzeit im Aufbau. Nach seinem Umzug aus dem bisherigen Standort in der Alten Schule Hirschaid wird es aktuell den neuen Räumen im Schloss angepasst. Über die Wiedereröffnung informieren wir Sie hier rechtzeitig.

Das kleine Tropfhaus in Sassanfahrt war einst das Wohnhaus von Tagelöhnern und Heimhandwerkern, die von Reichsgraf Julius von Soden um 1800 ins Dorf geholt worden waren.

Über die Ortsgeschichte und die Besonderheiten des Gemeindeteils Röbersdorf informiert Sie das dortige Dorfmuseum.

Für beide Museen gibt es auch museumspädagogische Programm für Schulklassen.

Eine spannende Reise durch die Geschichte des Regnitztales erwartet Sie!



Museumspädagogik – Hallo Lehrer!

Für das Museum Tropfhaus Sassanfahrt liegen museumspädagogische Programme vor.



Museum Tropfhaus Sassanfahrt

Leben und Arbeiten auf engstem Raum- unter diesem Motto steht der Besuch im Tropfhaus Sassanfahrt. Neben Führungen zu Haus und Geschichte der Tropfhäuser gibt es für Schulklassen die Möglichkeit, tiefer ins Leben der „Tropfhäusler“ und ihrer Herrschaft einzutauchen.

3. Klasse: „Auf eigene Faust durch Sassanfahrt“, das Angebot besteht aus zwei Modulen. Im ersten lernen die Schülerinnen und Schüler das harte Leben im Tropfhaus kennen, erkunden das kleine Haus und beschäftigen sich in einem Ratespiel mit den Berufe, die die Tropfhäusler ausübten. Das zweite Modul besteht aus einer „Tropfhaus-Rallye“, die zum Sassanfahrter Schloß und zu anderen Tropfhäusern führt. Ideal ist es, eine Gruppe aufzuteilen und nach 30 Minuten die Module abzuwechseln. Für den erfolgreich absolvierten Besuch bekommt die Klasse das „Tropfhaus-Diplom“ und alle Schüler Bastelbögen, mit denen sie ihr eigenes Tropfhaus nachbauen und gestalten können.

7. Klasse: „Trautes Heim – Glück allein?“, hier liegt der Schwerpunkt auf den gesellschaftlichen Unterschieden zwischen dem Reichsgrafen Julius von Soden als Grundherren Sassafahrts und den Bewohnern der Tropfhäuser. In zwei Gruppen, die nach 45 min. wechseln, werden im Tropfhaus und im Schloß die unterschiedlichen Lebens-, Wohn- und Arbeitssituationen zwischen arm und reich verdeutlicht. Aufklärung, Reichsritterschaft und Bildungsideale werden am Schloß erläutert, im Tropfhaus steht das beengte unterbäuerliche Leben im Mittelpunkt. Schafft es die Gruppe, ein Hausmodell so einzurichten, dass alle Bewohner darin Platz haben?

Die museumspädagogischen Angebote für das Tropfhaus wurden von Studierenden des Faches Europäische Ethnologie der Otto-Friedrich-Universität Bamberg erstellt und getestet.


Leben auf dem Land im 19. Jahrhundert

Unter dem Titel „Von Knechten, Tagelöhnern und Wanderhändlern“ haben das Levi-Strauss-Museum Buttenheim, das Museum Tropfhaus Sassanfahrt und das Bauernmuseum Bamberger Land in Frensdorf ein gemeinsames Programm zusammengestellt, das Kindern und Jugendlichen das Alltagsleben in ländlichen Regionen nahe bringen soll.
Konzipiert und durchgeführt wird das Programm, das aus verschiedenen Modulen besteht, von AGIL Bamberg.

Infos und Buchungen: Knechte, Tagelöhner, Wanderhändler

Wenn Sie einen Besuch mit einer Schulklasse oder einer Jugendgruppe in einem unserer Museen planen, sprechen Sie uns bitte rechtzeitig an, um das optimale Angebot für Sie und Ihre Gruppe auszuwählen und vorzubereiten.

Zudem sind unsere museumspädagogischen Programme auch in der oberfrankenweiten Datenbank MUSbi vertreten.

„Leben und Arbeiten auf engstem Raum“ – das ist das Leben im Tropfhaus. Im vermutlich kleinsten Freilichtmuseum Bayerns können Sie hautnah das Leben in einem „peuplierten“ Dorf nachvollziehen. „Peuplierung bedeutet die gezielte Ansiedlung von Neubürgern, so geschehen in Sassanfahrt um 1800.

Das kleine Rittergut Sassanfahrt wurde im Jahr 1784 von Reichsgraf Julius von Soden gekauft. Dieser wollte sein Dorf ausbauen und gab siedlungswilligen Menschen die Gelegenheit, sich ohne eigenen Besitz sesshaft zu machen. So entstanden in Sassanfahrt und Köttmannsdorf rund 100 kleine Häuser, in denen die neu angesiedelten Familien lebten.

Diese „Tropfhäuser“ erhielten den Namen von den kleinen Grundstücken, auf denen sie standen. Sie reichten bis dahin, wo das Regenwasser vom Haus tropfte. Auf diesen kleinen Parzellen gab es für die Neubürger natürlich keine Möglichkeit, Landwirtschaft oder Viehhaltung zu betreiben. Auch die Erwerbsmöglichkeiten waren begrenzt, so verdingten sich die Menschen als Heimarbeiter, Hausierer oder Tagelöhner. Im Lauf der Zeit verarmte die Bevölkerung zusehends, manche Kinder waren gar gezwungen, nachts von den Äckern Kartoffeln zu stehlen.

Wie das Leben vielköpfiger Familien auf kleinstem Raum aussah, kann man im Tropfhaus erleben. Das Museumsgebäude stammt aus der Zeit um 1790 und ist das einzige bis heute unverändert erhaltene Tropfhaus in Sassanfahrt. In der Stube lebten und arbeiteten die Familienmitglieder. Sie war der einzige beheizbare Raum in dem nur knapp 30 qm großen Häuschen. In einer schmalen Küche wurde gekocht, und eine kleine Kammer bot ein wenig Raum zum Schlafen. Unter dem Dach war das Reich der Kinder. Eine Installation lässt erahnen, wie sie im ungeheizten Dachboden lebten und spielten.


Diese „Tropfhäuser“ erhielten den Namen von den kleinen Grundstücken, auf denen sie standen. Sie reichten bis dahin, wo das Regenwasser vom Haus tropfte. Auf diesen kleinen Parzellen gab es für die Neubürger natürlich keine Möglichkeit, Landwirtschaft oder Viehhaltung zu betreiben. Auch die Erwerbsmöglichkeiten waren begrenzt, so verdingten sich die Menschen als Heimarbeiter, Hausierer oder Tagelöhner. Im Lauf der Zeit verarmte die Bevölkerung zusehends, manche Kinder waren gar gezwungen, nachts von den Äckern Kartoffeln zu stehlen.

Wie das Leben vielköpfiger Familien auf kleinstem Raum aussah, kann man im Tropfhaus erleben. Das Museumsgebäude stammt aus der Zeit um 1790 und ist das einzige bis heute unverändert erhaltene Tropfhaus in Sassanfahrt. In der Stube lebten und arbeiteten die Familienmitglieder. Sie war der einzige beheizbare Raum in dem nur knapp 30 qm großen Häuschen. In einer schmalen Küche wurde gekocht, und eine kleine Kammer bot ein wenig Raum zum Schlafen. Unter dem Dach war das Reich der Kinder. Eine Installation lässt erahnen, wie sie im ungeheizten Dachboden lebten und spielten.

Anfahrt:
Von Hirschaid aus kommend an der ersten Einfahrt nach Sassanfahrt links abbiegen. Die Straße führt dann bergauf, der Vorfahrtstraße nach links folgen, nach 100 Metern nach links in die Pfarrer-Hopfenmüller-Straße einbiegen. Das Museum Tropfhaus steht auf der linken Straßenseite am Hang.

Kontakt:
Markt Hirschaid
Kultur / Schlossverwaltung
Schlossplatz 1
96114 Hirschaid
Tel. 0 95 43 / 44 01 87-0
Fax 0 95 43 / 44 01 87-7
E-Mail: annette.schaefer@hirschaid.de

Das Dorfmuseum hat keine wiederkehrenden Öffnungszeiten. Zu passenden Gelgenheiten und Dorffestlichkeiten sowie zu vorher angekündigten Anlässen werden die Öffnungszeiten bekanntgegeben.
Eine individuelle Öffnung wird gerne vermittelt und kann in Absprache mit Lorenz Meusel, uner Telefon 09543/9756 oder unter www.roebersdorf.de organisiert werden.

Museum Markt Hirschaid

Öffnungszeiten

Zu den folgenden Zeiten hat unsere Verwaltung geöffnet: 

Montag

07:30 - 12:00 Uhr

Dienstag

07:30 - 12:00 Uhr
und 14:00 - 17:00 Uhr

Mittwoch

07:30 - 12:00 Uhr

Donnerstag

07:30 - 12:00 Uhr
und 14:00 - 18:00 Uhr

Freitag

07:30 - 12:00 Uhr

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Dann kontaktieren Sie uns einfach jederzeit unter folgenden Kontaktmöglichkeiten: