Zur Startseite
Vorhersage
Mit dem Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Technologie Sloweniens wurde ein Vertrag für ein integrales Projekt unterzeichnet: „Die goldene Schnecke aus Visnja Gora“
Die Gemeinde Ivančna Gorica in Slowenien ist die erste Partnerstadt des Marktes Hirschaid.
Offiziell besiegelt wurde diese Partnerschaft am 11. September 1999.
Vor ca. drei Jahrzehnten stieß Hubert Patzelt, ehemaliger Realschuldirektor und Ehrenbürger des Marktes Hirschaid, bei seinen Nachforschungen über die Zisterzienserklöster auf das Kloster und den gleichnamigen Ort Sticna, einen Gemeindeteil der Gemeinde Ivančna Gorica in Slowenien. Über die Armut der Mönche bestürzt, rief er in der Folgezeit einen Freundeskreis „Kloster Stična“ ins Leben. So konnte es nicht ausbleiben, dass im Lauf der Zeit auch Kontakte zu der (politischen) slowenischen Gemeinde geknüpft wurden. Vor allem auch deshalb, da sich bereits nach einiger Zeit maßgebliche Hirschaider Persönlichkeiten, allen voran Bürgermeister Andreas Schlund, im Freundeskreis engagierten. Was lag also näher, als eine Freundschaft in eine offizielle Partnerschaft umzuwandeln. Erste Sondierungsgespräche wurden am 17. Oktober 1997 bei einem Besuch von Bürgermeister Jernej Lampret samt Gemeinderat und Mitarbeitern des Gemeindeamtes von Ivančna Gorica in Hirschaid geführt. Ein Gegenbesuch Hirschaider Bürger erfolgte im Juni 1998 mit 120 Teilnehmern.
Ivančna Gorica liegt ca. 30 km südöstlich der slowenischen Hauptstadt Ljubljana (Laibach). In einer Tiefebene gelegen, die in Ost-West-Richtung verläuft, wird die Region gerne die „unterkrainische Talsohle“ genannt. Die Gegend gehört mit ihren fruchtbaren Äckern und Wiesen, Siedlungen und Wäldern am Rande der Talsohle zu einer der schönsten Landschaften Sloweniens. An den Hängen finden sich die ersten unterkrainischen Weinberge. Seit frühester Zeit war die Landwirtschaft in der Gegend dominierend und erst heute muss sie mehr und mehr der Industrie weichen. Eine Entwicklung die vor allem durch die gute Verkehrsanbindung (Autobahn und Schiene) begünstigt wird. Die Gemeinde Ivančna Gorica selbst besteht aus elf Orten, in denen rund 12.500 Einwohner in 3568 Haushalten leben. Das gesamte Gemeindegebiet umfasst 227 Quadratkilometer Fläche. 38 Ortsvereine sind vor allem in den Bereichen Tourismus, Sport, Kultur und Feuerwehr tätig. Bemerkenswert ist die hohe Zahl des Ensembles (18), die sie der Förderung des Brauchtums verschrieben haben. Aber auch 14 Einzelfeuerwehren sind in einem Dachverband der Gemeinde zusammengeschlossen, dem ein Präsident vorsteht. In der Ortschaft sind ein Gymnasium sowie eine Fachmittelschule integriert. Als besondere Sehenswürdigkeit muss das Zisterzienserkloster Stična (gegr. 1136), ein Ableger des Klosters in Ebrach, genannt werden. Das Kloster ist eines der größten kultushistorischen Denkmäler Sloweniens. In ihm befinden sich kostbare illuminierte Handschriften aus dem zwölften Jahrhundert sowie eine reiche Sammlung von Sakralgegenständen. Um die Ortschaft finden sich zahlreiche keltische Hügelgräber und bedeutende Funde aus der Römerzeit. Die Gegend gilt als eines der Kulturzentren der Hallstattzeit in Europa. In Ivančna Gorica kommen auch Sportler und Naturbegeisterte nicht zu kurz. Die Gegend bietet Berg- und Wanderwege, Kajaksport, Rafting und Fischfang. Im Winter kann dem Skifahren gefrönt und der Tag bei einem Gläschen slowenischen Weines beschlossen werden.
Vom 25. bis 28. August hielt sich eine Hirschaider Delegation in unserer Partnergemeinde Leschnitz/Polen auf, um mit unseren schlesischen Freunden das Erntedankfest zu feiern. Nach achtstündiger Fahrt wurden wir überaus herzlich im Gemeindezentrum empfangen und nach einer kurzen Besichtigung des Rathauses erfolgte die Aufteilung in die jeweiligen Gastfamilien. Der Abend klang dann bei einem gemeinsamen Essen und mit Musik und Gesang in der Klostergaststätte am Annaberg aus.
Am Freitag folgte eine Einkaufs- und Besichtigungsfahrt nach Kattowitz, die vor allen Dingen bei den weiblichen Mitreisenden großen Anklang fand. Wer nicht ins Einkaufszentrum wollte, besuchte in der Nähe das stillgelegte Kohlebergwerk, um 300 m unter der Erde die Stollen zu erkunden.
Höhepunkt war dann der Samstag. Den Vormittag verbrachten die Reisenden noch bei den Gastfamilien. Am Nachmittag nahmen wir dann an dem großen Erntedankzug mit über 30 Wagen und wenigen Fußgruppen teil. Dank unserer Freunde aus Leschnitz, die uns einen Leiterwagen gebastelt hatten, konnten auch wir uns bei den Fußgruppen mit allerlei Feldfrüchten und natürlich Kraus’n-Bier und ausgestattet mit Bayern- und Frankenfahne am Umzug beteiligen, was allgemein guten Anklang fand. Im Festzelt folgte dann die Prämierung der einzelnen Wagen und der Erntedankkronen. Vorher überreichte jeder Ortsvorstand der 11 Gemeindeteile dem Bürgermeister ein Brot. Wir beteiligten uns mit einem Brot unserer Bäckerei Norbert Göller. Als Dank wurden diese Brote dann an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aufgeteilt. Natürlich erhielt auch der Hirschaider Bürgermeister ein schön dekoriertes Brot das im Rathaus ausgestellt wird.
Eine Überraschung hatten dann noch die Leschnitzer für die Bürgermeistersgattin Christine Homann parat, die an diesem Tag ihren Geburtstag feierte. Neben einem Geburtstagsständchen der über 1000 Anwesenden, erhielt sie eine wunderschöne Geburtstagstorte, die postwendend an die anwesenden verteilt wurde. Übrigens feierten am nächsten Tag noch Renate Ott und Marktgemeinderat Kurt Barthelmes ihren Geburtstag, was ebenfalls gewürdigt wurde. Der Samstag klang dann bei Musik und Tanz im Festzelt aus.
Nach dem Gottesdienst am Sonntag pflanzten wir dann noch auf dem Gelände der Deutschen Minderheit einen Freundschaftsbaum, gestiftet von Renate Ott und beschworen unser gutes Miteinander, bevor wir nach dem Mittagessen die Heimreise antraten. Mit dem Auftrag alle Hirschaider Freunde aus Leschnitz zu grüßen traten wir am Nachmittag mit vielen schönen Erinnerungen bepackt die Heimreise an.
Die Gemeinde Leschnitz in Polen ist die zweite Partnergemeinde des Marktes Hirschaid.
Durch den Zuzug von Vertriebenen aus Schlesien nahm die Einwohnerzahl von Hirschaid ab 1945 merklich zu. In der Regnitzau entstand eine neue Siedlung, in der sich vornehmlich Vertriebene niederließen, eine evangelische Kirche wurde nötig und die ursprünglich Heimatlosen wurden im Lauf der Zeit zu Hirschaidern.
Bei der Suche nach einer Gemeinde in Polen, die an einer Partnerschaft mit Hirschaid interessiert wäre, lag es daher nahe, sich in Schlesien umzusehen. Auf Vermittlung des polnisch-stämmigen Hirschaider Realschullehrers Damian Biwo wurden im Jahr 2009 erste Kontakte mit Leschnitz geknüpft. Leschnitz liegt in Niederschlesien, rund 30 Kilometer südöstlich von Oppeln und 65 Kilometer nordwestlich von Katowice. Leschnitz (polnisch Leśnica) ist eine Landstadt
mit rund 3.000 Einwohnern und Sitz einer Stadt- und Landgemeinde im oberschlesischen Powiat Strzelecki (Kreis Groß Strehlitz) in der polnischen Woiwodschaft Oppeln. Seit 2006 ist die Gemeinde offiziell zweisprachig (Polnisch und Deutsch). Zur Gemeinde gehört der bedeutende Wallfahrtsort St. Annaberg. Im Jahr 1988 wurde um den St. Annaberg ein 5.775 ha großer Landschaftspark errichtet, der zu 47 % auf dem Gebiet von Leśnica liegt. Ebenso findet sich in der Gemeinde auch ein geologisches Naturschutzgebiet, das 2,68 ha umfasst und in einem alten Steinbruch aus Kalk und Basalt liegt. Diese Stelle erinnert an 5 Millionen Jahre alte Vulkanerscheinungen.
In Lesnica gibt es noch viele Deutsch sprechende Einwohner, auch in den Schulen wird viel Wert auf den Deutschunterricht gelegt, daher fällt die Verständigung leicht. Vor allem mit der Hirschaider Realschule bestehen bereits intensive Kontakte nach Lesnica, Schüleraustausch findet seit einigen Jahren regelmäßig in beiden Richtungen statt.
Nach mehreren vorbereitenden Besuchen auf beiden Seiten wurde im September 2012 in Lesnica eine Freundschaftsvereinbarung unterzeichnet, die eine Gemeindepartnerschaft vorbereitete. Die Unterzeichnung der offiziellen Partnerschaftsurkunde fand dann am 12. Oktober 2013 in Hirschaid statt. Umrahmt wurde die Unterzeichnung mit einem Festwochenende, an dem nicht nur gefeiert wurde, sondern auch Workshops zu europäischen Themen, Ausstellungen und Informationsveranstaltungen stattfanden.
Der Freundeskreis hat sich zur Aufgabe gemacht, die Kontakte zu den Partnergemeinden Ivancna Gorica (Slowenien) und Leschnitz (Polen) zu pflegen und zu intensivieren.
Der Verein organisiert Vorträge, gemeinsame Treffen und Fahrten in die Partnergemeinden. Vorrangig sollen auch persönliche Kontakte gepflegt und intensiviert werden.
Möchten auch Sie dem Verein beitreten, dann wenden Sie sich an den unseren 1. Vorstand Stefan Endres, 0171/9815374
Zu den folgenden Zeiten hat unsere Verwaltung geöffnet:
Dann kontaktieren Sie uns einfach jederzeit unter folgenden Kontaktmöglichkeiten:
Aktuelles
Veranstaltungen
Formulare
Ämter & Ansprechpartner
Ortsplan